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Autor: Redakteur, Erstellt am:

Herausforderung in der Software-Entwicklung

Interview mit Dr. med. Christian Peier, Leiter PM & Business Development Software bei Axon Lab AG

 

Seit wann ist die Software Axenita auf dem Markt?

Ab Anfang 2019 wurde unsere cloudbasierte Praxissoftware Axenita schrittweise eingeführt. Wir wurden richtiggehend durch das grosse Interesse und die positiven Feedbacks überrascht. Bereits rund 320 Praxen in der ganzen Schweiz haben heute Axenita im Einsatz, und es werden fast täglich mehr.

 

Was war der Hintergrund für die Entwicklung von Axenita?

Als etablierter Partner der Arztpraxen in der Labordiagnostik will Axonlab den Praxisalltag ihrer Kundinnen und Kunde einfacher und organisierter machen. Unser Ziel ist es, dank moderner Technologie und Innovation eine führende Rolle als Praxissoftware-Anbieter einzunehmen. Das in die Jahre gekommene Produkt Achilles gilt es weiterzuentwickeln oder abzulösen. Wir haben uns entschieden, mit Axenita das Beste aus Achilles auf eine neue, moderne Software Architektur zu transferieren und mit erweiterten Funktionen zu bestücken.

 

Sind Weiterentwicklungen der Software geplant?

Aber natürlich! Axenita hat als neues Produkt noch nicht seine Maturität erreicht; bestehende Funktionen werden weiter optimiert und viele neue Anwendungen und Module werden entwickelt. Grosse Unterstützung erhalten wir von unseren Kundinnen und Kunden, welche uns konstruktives Feedback geben.

 

Welche Aspekte gilt es zu berücksichtigen?

Die Komplexität im Umfeld der Arztpraxen ist gross: Regulatorien und gesetzliche Vorgaben von Bund und Kantonen ändern, die Anforderungen von Krankenkassen und Patienten steigen. Weiter gilt es, die medizinischen Vorgaben und Bedürfnisse der Praxen zu beachten. Beispielswiese benötigen die verschiedenen Fachgebiete eigene, meist sehr spezifische Funktionalitäten. Unser Ziel ist es, mit Axenita den Praxen Nutzen und Mehrwert zu liefern. Sowohl administrative Aufgaben wie auch die medizinische Dokumentation – und vermehrt auch der Datenaustausch sollen mit minimalem Aufwand erledigt werden können.

 

Nach welchen Kriterien priorisiert Axonlab die Optimierungen?

Die Herausforderung besteht darin, all die vorab erwähnten Vorgaben möglichst prozessorientiert und sinnvoll umzusetzen und gleichzeitig den besten Nutzen für eine möglichst breite Kundenbasis generieren zu können. Wir entwickeln ein Standard-Produkt, welches vielen unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden muss.

Das Ziel ist, einen ausgewogenen Mix zwischen Einführungen von neuen Funktionen, Modulen und Fehlerkorrekturen sowie kleineren Verbesserungen bzw. Optimierungen bestehender Funktionen zu finden.

Sowohl Anforderungen als auch Bedürfnisse von Seiten der Anwenderinnen und Anwender als auch Trends in der Medizin und Informatik und allgemeine Marktentwicklungen sind unter unserer Beobachtung und bedürfen einer fundierten Einschätzung. Obwohl wir nicht immer zu den schnellsten gehören, welche bestimmte Funktionen einführen, erhalten unsere Kundinnen und Kunden dafür die Updates mit durchdachten Konzepten und einer umfassenden Praktikabilität.  

 

Und warum dauert die Entwicklung manchmal so lange?

Der Weg von einem Wunsch oder einer Anforderung zu einem fertigen Feature in der Software ist lang. In regelmässigen Planungssitzungen werden Kundenwünsche, Rückmeldungen aus der Helpline und dem Verkauf sowie neue Entwicklungen auf dem Markt zusammengetragen, gebündelt, strukturiert und zusammengefasst. Eine Priorisierung muss anschliessend anhand der vorhandenen Kapazitäten festgelegt werden. Die Planung schliesst die nächsten drei bis fünf Jahre ein und definiert eine grobe Roadmap.

Steht die Grobplanung, werden die Bedürfnisse und der zu erfüllende Zweck genauer beschrieben. Abhängigkeiten und Auswirkungen müssen bis ins kleinste Detail berücksichtigt werden. Unsere Mitarbeitenden im Requirements Engineering beschreiben dazu detaillierte Anwendungsfälle mit den dazu gehörenden Anforderungen. Anhand dieser Beschreibungen wird das Produkt entwickelt, bevor es nachher getestet und schlussendlich ausgeliefert werden kann.

Mit dem aktuell grossen Tempo in der Entwicklung entstehen neue Herausforderungen: Neben der Stabilität und Performance müssen sowohl der Nutzen, die Anwenderfreundlichkeit betrachtet und gleichzeitig (aufgrund der steigenden Komplexität) auch die Testprozesse sowie der Wissenstransfer (Schulungen und Dokumentation) ausgebaut werden. Aktuell überarbeiten wir unsere internen Prozesse um noch mehr Effizienz und Effektivität zu erhalten und Axonlab investiert viel z.B. durch die Erweiterung von personellen Ressourcen.